Wolfsburg. Im Abgas-Skandal bei Volkswagen ist der Aufwand für die Nachrüstung von Hunderttausenden Fahrzeugen nach den Worten von Vorstandschef Matthias Müller «technisch, handwerklich und finanziell überschaubar». Müller sagte am Montagabend in Wolfsburg vor rund 1000 Führungskräften, es seien keine grundlegenden Eingriffe am Motor notwendig. Der Deutschen Presse-Agentur lagen Redeauszüge vor. VW hatte mit Hilfe einer Software Abgastests bei Dieselfahrzeugen manipuliert. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA)hatte für insgesamt 2,4 Millionen Wagen in Deutschland einen verbindlichen Rückruf angeordnet, der Anfang 2016 beginnen soll. Es geht um verschiedene Motoren- und Fahrzeugmodelle.
Für 540.000 Wagen des VW-Konzerns mit 1,6 Liter-Motoren sind neben einem Software-Update zwar auch Hardware-Maßnahmen erforderlich, wie Müller sagte. Dabei gehe es aber um «relativ einfache Veränderungen» am Luftgitter beziehungsweise an der Luftfilterkassette.
Für Autos mit 2,0 Litern Hubraum sollen reine Software-Lösungen ausreichen, wie VW bereits mitgeteilt hatte. Für Fahrzeuge mit 1,2-Liter-Motoren soll VW bis Ende November Lösungen vorschlagen. Müller sagte, insgesamt seien für mehr als 90 Prozent der Konzernfahrzeuge in Europa inzwischen Lösungen bestätigt. In ganz Europa müssen 8,5 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten.