München. Der Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft rechnet damit, dass Ende der 2020er Jahre die höchste Automatisierungsstufe beim Autofahren erreicht sein wird. Das bedeutet: Es wird Fahrzeuge geben, die die Insassen völlig autonom, ohne Eingreifen der Reisenden, ans Ziel bringen.
"Das vollautomatisierte und autonome Fahren wird kommen. Wir wollen, dass die Entwicklung und Umsetzung bei uns als technologieführendem Automobilstandort stattfindet", sagte Bertram Brossardt,Hauptgeschäftsführer derVereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW) auf dem VBW-Kongress "Deutschland hat Zukunft – Automatisiertes Fahren – Rechtsrahmen und Haftungsfragen."Auch der Bayerische Justizminister Winfried Bausback will den Standort Bayern und Deutschland für die Autoindustrie fördern und dem autonomen Fahren auf die Sprünge helfen. "90 Prozent aller Unfälle gehen auf menschliches Versagen zurück. Dies könnte mit dem automatisierten und autonomen Fahren behoben werden. Die Straßen werden damit sicherer", betonte der Minister. Darum müsse das Recht diese Entwicklungen und Forschungen sowie die Ausbreitung in die Serie fördern und nicht behindern. "Recht darf keine Innovationsbremse sein", sagte Bausback.
Aber er weist auch darauf hin, dass automatisiertes Fahren neue Risikoquellen birgt. "Wenn wir Autos selbständig über unsere Straßen fahren lassen, muss gesichert sein, dass die Verkehrssicherheit und der Opferschutz weiterhin im Vordergrund stehen wie bisher. Wir brauchen Rechtssicherheit für alle Beteiligten, vom Zulieferer und Hersteller bis zum Kunden, vom Opfer bis zum Versicherer", sagt der Justizminister.