Stuttgart. Die Ermittlungen gegen den Vize-Aufsichtsratschef der Porsche Holding Uwe Hück sind eingestellt worden.
Das teilte das Betriebsratsbüro des Autobauers Porsche AG am Mittwoch in Stuttgart mit. Hück ist zugleich auch Betriebsratschef der Porsche AG, einer VW-Tochter. Er zeigte sich erleichtert. Er habe immer an den Rechtsstaat geglaubt, sagte Hück. "Für dieses Vertrauen bin ich jetzt belohnt worden."
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hatte wegen der Übernahmeschlacht zwischen Volkswagen und Porsche Ermittlungen gegen den kompletten früheren Aufsichtsrat der Porsche-Dachgesellschaft SE aufgenommen. Zu den Mitgliedern gehörten unter anderem Wolfgang Porsche und Ferdinand Piëch. Grund war der Verdacht auf Beihilfe zur Marktmanipulation, mit der Anleger womöglich getäuscht worden seien.
Eine Sprecherin der Stuttgarter Staatsanwaltschaft sagte, sie dementiere die Einstellung von Hücks Verfahren nicht. Zu den Ermittlungen gegen die übrigen Aufsichtsratsmitglieder wollte sie sich nicht äußern. Laut Geschäftsbericht gehörten damals auch Hans Baur, Ulrich Lehner, Wolfgang Leimgruber, Hans Michel Piëch, Ferdinand Oliver Porsche, Hans-Peter Porsche, Hansjörg Schmierer, Walter Uhl und Werner Weresch dem Gremium an.