München. Für Hildegard Wortmann ist derzeit Goldgräberstimmung. „So fühlt es sich zumindest gerade an, wenn man in der Autoindustrie arbeitet“, sagt sie. „Alles ist im Umbruch, alles wird digital, und wir können uns nicht mehr darauf verlassen, dass das erste Auto bei Teenagern oberste Priorität hat“, sagte die BMW-Managerin kürzlich am Rande von Burdas Digitalkonferenz DLD Summer. „Für die Jungen ist das Handy oder ein anderes Device oft viel wichtiger als der Führerschein. Da hat sich grundlegend was verändert, und hier müssen wir als Automobilhersteller jetzt ansetzen.“
Bei Hildegard Wortmann war das damals noch anders. Als sie vor vielen Jahren im westfälischen Münster ihren Führerschein machte, hat sie erst einmal auf ihr erstes Auto gespart. „Ein BMW. Ein Dreier. Natürlich“, sagt sie und lacht so charmant, als hätte sie damals schon gewusst, dass ihr Weg von Münster nur nach München zu BMW führen konnte.