Mlada Boleslav. Die tschechische VW-Tochtermarke Skoda hat einen Lauf. Im ersten Halbjahr 2016 lag die Umsatzrendite der Marke bei 9,6 Prozent. "Damit waren wir die zweitbeste Marke im Konzern, hinter Porsche", sagt Skoda-Sprecher Rainer Strang – er sieht dabei sehr zufrieden aus. Wie überhaupt die Zahlen des Unternehmens untermauern, dass der Kurs offenbar richtig ist. Seit acht Jahren ist Skoda die führende Importmarke in Deutschland. Und das liegt längst nicht mehr nur an schlicht-soliden Allerweltsautos wie dem Kleinwagen Fabia, dem Kompaktmodell Octavia oder dem Kompakt-SUV Yeti, sondern durchaus auch am Flaggschiff Superb, dessen dritte Generation seit rund eineinhalb Jahren auf dem Markt ist.
In den ersten acht Monaten dieses Jahres wurden mehr als 16.000 Superb-Modelle in Deutschland neu zugelassen, mehr als 80 Prozent davon waren Kombimodelle, die bei Skoda "Combi" heißen. Im Segment der Mittelklasse-Kombis liegt der Superb an fünfter Stelle – hinter VW Passat, Audi A4, Mercedes C-Klasse und BMW Dreier, aber inzwischen vor Opel Insignia oder Ford Mondeo. Vor allem im Privatkundengeschäft konnte der Superb erheblich zulegen. Die Verkaufszahlen an diese Klientel kletterten in den ersten acht Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 111 Prozent.