"Audi steht vor einem Scherbenhaufen", sagt Stefan Randak, Leiter der Praxisgruppe Automotive bei der Managementberatung Atreus. Der Abgas-Skandal hat das Image des Unternehmens schwer belastet, mehrere Führungskräfte mussten gehen, die Kosten für Rückrufe und und Schadenersatz sind immens. Um das Unternehmen wieder zukunftsfähig zu machen, muss Markus Duesmann, der in den VW-Konzernvorstand einziehen soll und dann Audi-Chef werden könnte - dazu hieß es aus VW-Konzernaufsichtsrat: "Die Position des Audi-Chefs ist nur eine von mehreren Möglichkeiten" - vor allem drei Aufgaben angehen:
Erstens: Der Abgas-Skandal muss endlich restlos aufgeklärt werden. Das Image von Audi leidet massiv, wenn die Wahrheit nur scheibchenweise ans Licht kommt und das Unternehmen immer nur das zugibt, was nicht mehr zu leugnen ist. Schot muss jetzt schonungslos aufklären, die Öffentlichkeit über die Ergebnisse informieren und notfalls personelle Konsequenzen ziehen. Erst dann kann Audi sich wieder unbelastet den Herausforderungen der Zukunft zuwenden.
Für die Zukunft empfiehlt Randak: "Sofortige Freistellung von Managern im Verdachtsfall, Aufarbeitung des Dieselskandals "inhouse" nur mit Hilfe von externen Experten, ganzheitliche Managementbeurteilung und -bezahlung, die nicht nur Quartalsergebnisse, sondern auch das „ganzheitliche Verhalten von Managern, auch in Ihrer Außenwirkung“ berücksichtigt."