Nach elf Jahren als Vorstandsvorsitzender verlässt Karl Krause als einer der dienstältesten Unternehmenschefs den Schließsystemhersteller Kiekert. Der Abschied vom Autozulieferer kurz vor Ablauf seiner dritten Vertragsperiode als Kiekert-Chef ist nach den Worten Krauses „in großer Harmonie“ vollzogen worden. Man habe sich zusammengesetzt und sei zu dem Ergebnis gekommen, „dass wir keine vierte Amtszeit miteinander machen und dass sich der Halbjahreswechsel als ein guter Zeitpunkt für eine Stabübergabe anbietet.
Mit seiner Bilanz kann Krause zufrieden sein. Er hat die Profitabilität des seit dem Jahr 2012 zur chinesischen Lingyun Gruppe gehörenden Zulieferers gesteigert und den Umsatz auf zuletzt 830 Millionen Euro nahezu verdoppelt. Das Unternehmen war eine der ersten großen Zukäufe eines chinesischen Investors in Deutschland und die Übernahme war seinerzeit kontrovers diskutiert worden. Krause hatte jedoch keinen Zweifel daran, dass Lingyun den Zulieferer voranbringen werde und sieht sich auch heute noch in seiner Einschätzung bestätigt. "Es hat kein Absaugen von Technologie stattgefunden."