Im Streit um die Zukunft des Autoherstellers Opel herrscht weiterhin Funkstille zwischen dem Mutterkonzern PSA und der Gewerkschaft IG Metall. "Außer vollmundigen Ankündigungen angeblicher Gesprächsbereitschaft haben wir bislang nichts gehört", sagte der Chef des Gewerkschaftsbezirks Mitte, Jörg Köhlinger, der Deutschen Presse-Agentur.
PSA-Chef Carlos Tavares hatte vor zwölf Tagen inParis signalisiert, die fertigen Zukunftspläne ohne Vorbedingung mit den Arbeitnehmern diskutieren zu wollen. "Carlos Tavares war sehr deutlich", hieß es auf Anfrage aus der Konzernzentrale: "Es gibt einen Plan für jede Fabrik."
Köhlinger verlangte erneut die Vorlage belastbarer Daten und Planungen zur Zukunft der deutschen Opel-Standorte. Nur auf dieser Grundlage könne man auch über künftige tarifliche Zugeständnisse verhandeln. PSA hat bislang vergeblich von der IG Metall verlangt, die jüngste Erhöhung des Flächentarifs für die rund 18.000 Opel-Mitarbeiter in Deutschland auszusetzen.