Auf dem Diesel-Gipfel im vergangenen Jahr klang alles noch ganz einfach: Die Autohersteller versprachen, Software-Updates zu entwickeln, mit denen die Schadstoff-Emissionen um bis zu 30 Prozent sinken würden. Industrie und Politik hofften, damit die ungeliebten Fahrverbote vermeiden zu können.
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer betonte erst kürzlich, er bestehe darauf, dass die Hersteller ihre Zusagen einhielten und die Updates bis zum ersten September beim Kraftfahrt-Bundesamt zur Überprüfung einreichten. Diese haben bereits geliefert oder sind zuversichtlich, bis zum Ende der Frist liefern zu können. Doch wie lange das KBA für die Prüfung braucht, ist noch unklar. "Die Techniker der Behörde sind nach dem Abgas-Skandal erfahren, es sollte schnell gehen", sagte ein Manager dem "Handelsblatt".