Der neue Ferrari-Chef Louis Camilleri will den ohnehin schon exklusiven Sportwagenbauer noch exklusiver machen. Der Strategieplan Camilleris sieht vor, dass der Ferrari-Umsatz in den kommenden fünf Jahren um fast die Hälfte auf fünf Milliarden Euro steigen soll. Das Betriebsergebnis soll sich auf bis zu zwei Milliarden Euro verdoppeln. Schaffen will der neue Chef dies vor allem durch neue Modelle mit höheren Preisen, weniger durch den Verkauf von mehr Neuwagen.
Unter dem verstorbenen Camilleri-Vorgänger Sergio Marchionne sollte Ferrari möglichst schnell viel Umsatz und Gewinn abwerfen. Spekuliert wurde in dem Zusammenhang unter anderem über das erste Ferrari-SUV, das schon bald auf den Markt kommen könnte. Bei Lamborghini hat das erste SUV für eine Verdopplung des Absatzes gesorgt. Laut Camilleri kommt das SUV nun frühestens 2022. Allerdings, so zitiert die "FAZ" den neuen Ferrari-Chef, werde das kein SUV, sondern "etwas, was Sie noch nie gesehen haben, wofür die bisherigen Namen an Karosserieformen ganz und gar nicht passen".