Düsseldorf. „Das viel beschriebene Garagengold gibt es eigentlich nur im Bereich des Investmentmarkts, also bei Autos ab 800.000 Euro aufwärts“, sagt Norbert Schroeder, Geschäftsführer des Competence Center Classic Cars des TÜV Rheinland in Düsseldorf. Er beobachtet eine Spreizung des Oldtimermarkts: Die teuren Autos werden immer teurer, die Preise des großen Rests der Oldies aber dümpeln eher dahin. Die Hoffnung, auch mit sogenannten Gebrauchsklassikern zwischen 10.000 und 80.000 Euro Gewinn zu erzielen, dämpft Schroeder: „Man darf nie vergessen, dass Stellplatz, Wartung und Reparatur auch Geld kosten und ein möglicher Profit so geschmälert wird.“ Die Sicht auf den Oldtimermarkt sei von Extremen geprägt. Fahrzeuge zum Preis von 200.000 Euro weisen mitunter eine Rendite von 100 Prozent auf – etwa ein Porsche 911 RS. Und auch ein Opel Kadett GT/E, der vor ein paar Jahren noch für 18.000 Euro zu haben war, könne heute 28.000 Euro erreichen. Verallgemeinern aber ließen sich solche Beispiele nicht.
Große Spreizung
Zwischen Genuss und Rendite
Der Wert mancher Oldtimer ist zuletzt Jahren stark gestiegen. Auf Auktionen werden immer neue Rekordpreise erzielt, ein Ende des Booms ist nicht in Sicht. Die aktuell niedrigen Zinsen steigern die Nachfrage nach historischen Fahrzeugen zusätzlich. Doch wer generell auf hohe Renditen hofft, wird oft enttäuscht.