München. Fünf Jahre ist sie erst alt und schon ein Hotspot: Die BMW-Welt in München erweist sich als Besuchermagnet und soll Touristen zu BMW-Fans machen. Der Münchner Premium-Autohersteller hat seinen Luxustempel nun um die Konzernmarken Rolls- Royce, Mini und Husqvarna Motorcycles sowie die Submarken BMW i, BMW M und Mini John Cooper Works erweitert. Mit 800.000 Besuchern pro Jahr wurde gerechnet. Doch im Schnitt kamen bislang zwei Millionen, 2011 sogar 2,3 Millionen, davon knapp die Hälfte internationale Gäste. Dank der Frequenz kann sich der Premiumhersteller rühmen, die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Bayerns zu besitzen, denn der automobile Tempel zieht mehr Touristen an als das Schloss Neuschwanstein.
Was die Verantwortlichen bei BMW aber noch mehr freuen dürfte: Sie liefern sich ein Kopfan- Kopf-Rennen mit der Autostadt Wolfsburg. Dort wurden im vergangenen Jahr 2,27 Millionen Gäste registriert. Ebenso wie die Autostadt Wolfsburg dient die BMW-Welt nicht nur als Touristenmagnet, sondern auch als Abholstation. Pro Tag lenken 160 Autokunden aus aller Welt ihr neues Fahrzeug aus der überdimensionierten BMW-Garage. Pünktlich zum Fünfjährigen wurde das Portfolio im 6300 Quadratmeter großen Gebäude, das zuvor nur der Kernmarke vorbehalten war, deutlich erweitert. "Die Besucher wollen alle Marken erleben“, sagt Vorstand Harald Krüger, verantwortlich für Mini, Motorrad, Rolls-Royce und Aftersales. Er sieht in der BMW-Welt eine gute Investition: "Durch die Ausstellung und Öffnung unserer Fahrzeuge können unsere Besucher zum Beispiel erstmals außerhalb von Automessen in einem Rolls-Royce Platz nehmen und stehen dafür sogar Schlange.“ Krüger ist sich sicher, dass Kühlerfigur Emily zum beliebtesten Fotomotiv avancieren wird.Zuwachs im Luxustempel
Fünf Jahre ist sie erst alt und schon ein Hotspot: Die BMW-Welt in München erweist sich als Besuchermagnet und soll Touristen zu BMW-Fans machen. Der Münchner Premium-Autohersteller hat seinen Luxustempel nun um die Konzernmarken Rolls- Royce, Mini und Husqvarna Motorcycles sowie die Submarken BMW i, BMW M und Mini John Cooper Works erweitert.
Kundenkontakt via Facebook
Auch der exponierte Ort für die Lifestyle-Marke Mini in der BMW-Welt sei berechtigt: „Jedes sechste verkaufte Fahrzeug der BMW Group ist ein Mini“, sagt Krüger. Und Krise hin, Krise her: „Mini erzielte mit 223.214 Verkäufen seit Jahresbeginn bis Ende September einen neuen Rekordwert.“ Die Ausstellung in München ist für Krüger ein Baustein beim Mini-Vertrieb. „Innerhalb unseres Future-Retail-Projekts testen wir im Moment verschiedene Multi-Channel-Formate. Das sind zum Beispiel die Mini Pop-Up- Stores, Brand Stores wie in Amsterdam und sogenannte mobile Mini Product Agents, die unter anderem über Facebook und das Internet den Kontakt zu unseren Kunden pflegen.“
Denn die Zielgruppe ist sehr internetaffin: „Darum haben wir erstmals eine Kampagne in den Social-Media- Kanälen gestartet.“ Über sechs Millionen Facebook-Fans sprechen für die Kontaktaufnahme via Web. Der Mini-Kunde entscheidet sich sogar im Internet für sein neues Modell. In Schweden wurden schon einige Fahrzeuge online verkauft. Und im Vergleich zu den „normalen“ BMW-Kunden seien die Mini-Friends „ein wenig verrückt“. „Not normal“ heißt darum der neue Werbeslogan. Sorgen vor einem Absatzeinbruch bei der Marke durch Konjunkturflaute oder Abwandern der jetzigen Kundschaft in ein höheres Segment plagen Krüger nicht: „Dank des erfolgreichen Carsharing-Progamms DriveNow werden immer mehr Einsteiger zu Mini-Fans.“