Brüssel/Bonn. Antje Woltermann ist künftig Vizepräsidentin des europäischen Verbands der Autohändler und Werkstätten Cecra und steht dort an der Spitze der für den Markenhandel zuständigen Division ECD. Die ZDK-Geschäftsführerin folgt auf den Niederländer Jaap Timmer.
Zugleich eröffnete das deutsche Kfz-Gewerbe in Brüssel ein eigenes Büro mit Sitz im Haus der europäischen Wirtschaft. Der zunehmende Einfluss europäischer Politik auf die deutsche Kfz-Branche mache es notwendig, direkt am Puls des Geschehens zu agieren, hieß es. Der ZDK ist seit vielen Jahren Mitglied im europäischen Dachverband Cecra, aber offenbar fühlte er sich dort schon seit Längerem nicht ausreichend vertreten. Wie die Automobilwoche aus Branchenkreisen erfuhr, hatte der ZDK zwischenzeitlich sogar einen Austritt erwogen.
Woltermann sagte der Automobilwoche, man sei mit der Vertretung durch die Cecra nicht sonderlich zufrieden gewesen. Auch sie persönlich habe schon viel Kritik von Händlern einstecken müssen, die sich in Brüssel nicht gut genug repräsentiert gefühlt hätten – etwa beim Wegfall der Gruppenfreistellungsverordnung GVO. Kurzfristige Erfolge ihres Engagements in Brüssel erwartet die erfahrene Funktionärin nicht. Die Bereitschaft der EU-Kommission, zugunsten des Autohandels einzugreifen, beispielsweise bei der Regelung des Verhältnisses von Herstellern und Handel, sei gering.