Hofkirchen. Die Sitzecke steht im Showroom von Deutschlands stärkstem Mitsubishi-Händler. Mitten in Niederbayern, im Weiler Pirka bei Hofkirchen, vier Kilometer außerhalb der 16.000-Einwohner- Stadt Vilshofen, verkaufen Ludwig Berger, sein Sohn Christian und knapp 30 Mitarbeiter gut 300 neue Mitsubishi pro Jahr. Genug, um dem Importeur zufolge auf einen lokalen Marktanteil von fast zehn Prozent zu kommen – mit einer Marke, die im vergangenen Jahr deutschlandweit 0,7 Prozent erreichte.
Auf der Eckbank sitzt der Seniorchef, einen Arm über der Lehne, Jeans, kurzärmeliges Hemd. Er spricht Niederbayerisch und, wie im Dialekt üblich, duzt er sein Gegenüber immer wieder unbewusst. Mit so manchem Kunden ist er allerdings ohnehin per Du. „Wir machen keine Werbung“, erzählt er. Die Leute kommen trotzdem. Social Media funktioniert hier noch ohne Facebook, als Mund-zu-Mund-Propaganda: „Wir sind hier wer“, sagt Berger nicht ohne Stolz auf sein kleines Reich.