Frankfurt/Main. Die Autobranche hat im dritten Quartal des laufenden Jahres ihr Werbevolumen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,7 Prozent auf 504,5 Millionen Euro erhöht. Das ermittelte das Marktforschungsunternehmen Nielsen, das exklusiv für die Automobilwoche die Ausgaben für Werbeschaltungen in TV, Hörfunk, Print, Plakat, Kino und Internet erhebt.
Das meiste Geld der Hersteller, Händler und Niederlassungen floss in Fernsehspots: 159,1 Millionen Euro wurden in TV-Werbung investiert – ein Plus von 7,6 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal 2014. Danach folgen Anzeigen in Zeitungen (plus 4,6 Prozent auf 99,6 Millionen Euro).
Das am stärksten wachsende Segment bleibt mit plus 11,2 Prozent die Onlinewerbung (90,7 Millionen Euro). Geschrumpft ist der Werbekuchen lediglich für die sogenannten Out-of-Home-Medien wie Plakate und Litfaßsäulen: Nur noch 20,2 Millionen Euro und somit 9,5 Prozent weniger als im Vorjahrszeitraum steckte die Autobranche in diese Werbeträger.
Am tiefsten griff im Zeitraum Juli bis September wieder der Volkswagen-Konzern in die Kasse: 93,8 Millionen Euro flossen in VW-Kampagnen. Dies ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein sattes Plus von 135,3 Prozent. Experten gehen jedoch davon aus, dass VW infolge des Abgasskandals den Marketingetat schrumpfen lässt und in den nächsten Monaten eher sparsam werben wird.
Ganz anders sah es zuletzt bei Renault aus. Hier wurden die Werbeausgaben um 13 Prozent auf 27,1 Millionen Euro reduziert – mehr als die Hälfte davon floss in Fernseh- und Zeitungswerbung. Mit 38,3 Millionen Euro war der Opel Corsa in den ersten neun Monaten das am intensivsten beworbene Einzelmodell.