Las Vegas. „Der Smart Key besteht eigentlich nur aus einem fingernagelgroßen Chip, der jedwede Information zum Fahrer speichern kann. So kann sich jeder seinen Wagen personalisieren“, sagt Lars Reger, Leiter von Forschung und Entwicklung der Automobilsparte bei NXP. Der Fahrer kann auf dem Chip etwa Informationen zur Sitzeinstellung programmieren. Bewegt er sich zum Wagen, öffnet sich dieser und der Sitz fährt in die programmierte Position. Darüber hinaus kann der Chip erkennen, ob der Fahrer schon im Wagen sitzt oder noch draußen steht. „Dies wird dann wichtig, wenn der Fahrer sein Auto belädt, während die kleine Tochter vorn auf dem Fahrersitz spielt. Mit dieser Funktion kann sie nicht per Knopfdruck plötzlich den Wagen starten“, erklärte Reger im Gespräch mit der Automobilwoche. Der Manager des niederländischen Halbleiterkonzerns sieht für den Chip nicht nur am Schlüsselbund des Fahrers Einsatzmöglichkeiten: „Möglich wäre eine Sonderedition, bei der zum Auto die jeweiligen Schlüssel, aber auch eine Smartwatch oder eine Handyhülle zugeliefert werden, in die der Chip eingebaut ist.“ Reger versichert, dass alle Daten auf dem Chip gut abgesichert sind. „Dadurch, dass NXP Chips für Pässe, Personalausweise und EC-Karten entwickelt, haben wir unsere Erfahrung in Sachen Datensicherheit hier genutzt.“
CES
Wenn die Hülle des Handys das Fahrzeug öffnet
Einen Autoschlüssel, der viel mehr kann als nur das Auto zu öffnen oder zu schließen, präsentierte der niederländische Halbleiterhersteller NXP auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas. Der „Smart Key“ soll mehr Funktionen bieten als bisherige multifunktionale Funkschlüssel.