Berlin. Entgegen der These, die Ertragssäule Service im deutschen Kfz-Gewerbe gerate ins Wanken, sieht Burkhard Weller steigendes Potenzial im Servicemarkt. Als Indizien dafür nannte der Chef der gleichnamigen Handelsgruppe bei der Bilanzpräsentation in Berlin unter anderem die Umweltprämie, die den Autohäusern neue Kunden zugeführt habe, den steigenden Fahrzeugbestand auf hierzulande erstmals mehr als 50 Millionen Autos, die immer komplexere Technik der Fahrzeuge sowie die bessere wirtschaftliche Situation der Halter. Im Geschäftsjahr 2009/2010 (per 30. September) verkaufte die Wellergruppe insgesamt 40.000 Neuund Gebrauchtwagen und setzte 770 Millionen Euro um.
Dabei konnte die Toyota/Lexus-Sparte Auto Weller dem deutschlandweiten Abwärtstrend der japanischen Marke teilweise trotzen: Der Neuwagenabsatz brach mit minus 21 Prozent bei Auto Weller nur halb so stark ein wie auf Bundesebene, der Marktanteil der Auto Weller-Standorte lag mit 3,6 Prozent über dem Bundesdurchschnitt (2,6 Prozent). Den größten Beitrag zum Vorsteuergewinn, der mit rund acht Millionen Euro etwa ein Drittel unter dem Vorjahreswert von 12,2 Millionen Euro lag, leistete die BMW/Mini-Sparte B&K mit 5,8 Millionen Euro. Hier sieht Weller auch das größte Wachstumspotenzial: „Wir glauben, dass der Premiummarkt 2011 um zehn Prozent wächst, der Gesamtmarkt dagegen nur um fünf Prozent.“ Die Bekanntheits- und Sympathiewerte für die BMW/Mini-Markensparte B&K, die 2010 an 17 Standorten knapp 5500 Neuwagen verkaufte, sollen bis 2012 deutlich steigen.