Moskau. Europas größter Automobilhersteller VW forciert seine Produktions- und Vertriebsaktivitäten auf dem russischen Markt. „Das flächenmäßig größte Land der Erde bietet uns hervorragende Wachstumschancen“, sagt Dietmar Korzekwa, der Konzernbeauftragte Russland. „Neben China, Indien und Brasilien wird es auch künftig zu den Boom-Regionen zählen.“ Mit knapp 60.000 Auslieferungen von VW-Fahrzeugen an russische Kunden im ersten Halbjahr 2008 fällt der Absatz in absoluten Zahlen noch vergleichsweise bescheiden aus.
Wobei die Wichtigkeit des Markts wächst: Bereits im kommenden Jahr dürfte Russland den deutschen Markt als volumenstärksten in Europa ablösen. Und im Jahr 2012, so die VW-Prognose, könnte der Vorsprung schon 200.000 Einheiten betragen. „Bis dahin“, so Korzekwa, „wollen wir uns etwa mit den Marken Volkswagen- Pkw und Skoda von den mittleren Plätzen im Ranking der internationalen Wettbewerber in die Top Ten vorarbeiten“ (siehe Kasten).
Mit Verkaufszuwächsen von 90 (Skoda) und 60 Prozent (VW) im Vergleich der ersten Halbjahre 2007 und 2008 zählen beide Volumenmarken zu den am schnellsten wachsenden in Russland. Um die rapide steigende Nachfrage auch mit Produkten aus lokaler Fertigung bedienen zu können, zieht der VW-Konzern bereits eine Verdopplung der Kapazität des neuen Werks in Kaluga in Erwägung.