Wolfsburg. Der VW-Konzern will sich trotz Finanzkrise und Absatzflaute auf vielen Märkten für eine verbesserte Aus- und Weiterbildung junger Menschen einsetzen. So können im kommenden Jahr international 2830 Auszubildende bei VW in die Berufswelt starten. Derzeit bildet das Unternehmen insgesamt 9626 junge Mitarbeiter aus. „Damit setzen wir unsere weltweite Ausbildungsoffensive auch im schwierigen Jahr 2009 fort“, kündigt VW-Personalvorstand Horst Neumann an. „Wir verbessern Qualifizierung und Kompetenz unserer Auszubildenden und führen zurzeit länderübergreifende Standards in die Berufsausbildung ein.“ Die Autoindustrie biete nach wie vor „hervorragende Zukunftschancen“.
Bernd Osterloh, Betriebsratschef des größten europäischen Fahrzeugherstellers, unterstützt die Pläne des Managements vor allem mit Blick auf die zunehmenden Schwierigkeiten bei der Neubesetzung offener Stellen. „Angesichts des sich rapide entwickelnden Fachkräftemangels ist dies die einzig richtige Strategie, um die Wettbewerbsfähigkeit von Volkswagen mittelfristig zu steigern“, so der VW-Arbeitnehmervertreter. Neben der Ausbildung in kaufmännischen und gewerblich-technischen Berufen sowie für Dienstleistungen, etwa im Finanzsektor, bietet VW unter anderem ein sogenanntes Studium im Praxisverbund an.
Interessenten für diese Kombination von Hochschulbesuch und Einsatz im Büro oder Werk können sich bis zum 30. April 2009 für einen der begehrten Plätze bewerben. Über die Vergabe wird fortlaufend entschieden. Für Haupt- und Realschüler sowie für Gymnasiasten, die sich schon lange vor dem Verlassen der Schule über die Berufsfelder eines Autobauers informieren möchten, hält VW im Stammwerk Wolfsburg bis Mitte 2009 insgesamt 200 Praktikumsplätze vor. Mit dem „Schüler-Profil-Card-System“ will VW dabei die Stärken und Schwächen von Praktikanten ermitteln – um sie in deren Unterricht gezielt zu thematisieren.