Wolfsburg. Bei Volkswagen wird die Sanierung der defizitären Komponentenfertigung in den nächsten Wochen die Agenda von Topmanagement und Betriebsrat dominieren. Wie Automobilwoche aus dem Aufsichtsrat erfuhr, soll Konzernchef Bernd Pischetsrieder nun unverzüglich in direkten Gesprächen mit den Arbeitnehmervertretern die Details der anstehenden Restrukturierung aushandeln.
VW macht Komponentenbau zur Chefsache
Unterstützt von Werner Neubauer, seit Juli 2005 als Mitglied der Konzernleitung zuständig für Produktion und Logistik, muss Pischetsrieder dabei "einen überaus schwierigen Spagat zwischen dem Streben nach verbesserter Wirtschaftlichkeit und der Sicherung von Beschäftigung versuchen", so ein Mitglied des VW-Aufsichtsrats. Erst nach dem Abschluss einer entsprechenden Vereinbarung hatte die Arbeitnehmerseite im Rat in der vergangenen Woche der Verlängerung des Vertrags von Pischetsrieder bis 2012 zugestimmt.
Die Vereinbarung gilt im VW-Management mittlerweile als "Dämpfer für VW-Markenvorstand Wolfgang Bernhard, der nach Meinung vieler Beteiligter auf eine allzu rigorose Restrukturierung drängt", sagt eine VW-Führungskraft.
Um die Kosten in der Pkw-Herstellung zu senken, streicht Bernhard für das kommende Modelljahr eine Reihe von Ausstattungsdetails.