Bergisch Gladbach. Volkswagen hat seine Position als innovativster Automobilkonzern der Welt im vergangenen Jahr verteidigt. Toyota, vor zwei Jahren noch Spitzenreiter bei automobilen Neuerungen, fiel dagegen von Rang zwei auf Platz drei zurück. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie Automotive Innovations 2007/2008 des Center of Automotive der Fachhochschule der Wirtschaft Bergisch Gladbach.
Für die Studie wurden rund 450 Innovationen des vergangenen Jahres von 18 global agierenden Autokonzernen untersucht. Mit 55 Neuerungen hat es Volkswagen dabei an die Spitze geschafft. "Mit einem Sprung von Rang fünf auf Rang zwei landete der General Motors-Konzern überraschenderweise rund zehn Prozent hinter dem Innovationsführer", sagt Studienleiter Stefan Bratzel.
Für Toyota blieb nur noch Rang drei. Dies liegt allerdings nicht daran, dass die Japaner weniger in Forschung und Entwicklung investieren würden. Vielmehr haben die Konkurrenten ihre Forschungsbudgets stärker aufgestockt, während Toyota eine konstante Innovationspolitik betrieben hat. Nun liegt der Konzern in seiner Innovationsstärke rund 15 Prozent hinter Volkswagen.
Auf Rang vier und fünf finden sich die beiden deutschen Premiumhersteller Daimler und BMW. Trotz der Trennung von Chrysler konnten die Stuttgarter ihre Innovationsleistungen im Vergleich zum Vorjahr steigern. Der BMW-Konzern konnte ebenfalls zulegen und sich knapp hinter Daimler platzieren. Audi, dritter deutscher Premiumhersteller im Bunde, profitiert bei innovativen Entwicklungen von den Synergien innerhalb des Volkswagen-Konzerns. "BMW hingegen scheint in immer stärkerem Maße auf Kooperationen angewiesen, da die hohe Quote bei Forschung und Entwicklung und die Effizienz bei den Innovationen kaum noch zu steigern sein dürfte", kommentiert Bratzel.