Resende. Um ihre Ziele im Rahmen des VW-Sparprogramms "For-Motion" zu erfüllen, plant die Marke VW Nutzfahrzeuge (VWN) eine "drastische Steigerung des Absatzvolumens" sowie der "Produktivität in den Werken" Hannover, Pozna´n (Polen) und Resende (Brasilien). Dies erklärte VWN-Chef Bernd Wiedemann bei der Präsentation der Lkw-Serie "Constellation" im Gespräch mit Automobilwoche.
So will VWN die Fertigung von schweren Lkw und Bussen in Brasilien bis spätestens 2007 auf rund 50.000 Einheiten jährlich erhöhen. Im laufenden Geschäftsjahr sollen dort rund 38.000 Fahrzeuge montiert werden. Für das Exportgeschäft erwartet Wiedemann dabei einen Zuwachs von derzeit 7.500 auf 12.000 Laster und Omnibusse. Nach Angaben von VWN-Entwicklungsvorstand Erwin Pape sind die "Constellation-Trucks technisch so ausgelegt, dass sie europäische Zulassungsstandards erfüllen könnten". Ein Export nach Europa sei momentan allerdings nicht vorgesehen. Oberhalb der vorläufigen Topmotorisierung mit 320 PS im so genannten "Titan Tractor" befänden sich "kräftigere Maschinen bereits in Vorbereitung".
Neue Antriebskonzepte erwägt VWN angesichts stark steigender Kraftstoffkosten auch im Hinblick auf kleinere Transporter und Stadtlieferwagen. "Im nächsten Jahr werden wir uns auf dem europäischen Markt noch intensiver dem Thema Erdgas zuwenden", kündigt Wiedemann an. Wie aus dem Unternehmen verlautet, haben jüngst etwa Versuchsträger des Typs T5 mit Gasantrieb "viel versprechende Reichweiten" erzielt. Hybridmotoren hingegen wird VWN in nächster Zeit nicht anbieten. Wiedemann: "Wir schauen uns entsprechende Konzepte im VW-Konzern aber sehr genau an."
Die Neuauflage des Transporters LT bringt VWN im Frühjahr 2006 auf den Markt. Die Baureihe Caddy wird voraussichtlich Ende 2007 um eine geräumigere Version namens "Maxi" ergänzt.