Bad Wildungen. Zum dritten Mal hat das deutsche Kraftfahrzeuggewerbe den Bundesbildungspreis an Kfz-Betriebe verliehen, die sich vorbildlich für eine qualifizierte Ausbildung ihres Nachwuchses einsetzen. Insgesamt 20 Kfz-Unternehmen wurden in zwei Kategorien ausgezeichnet. Die mit jeweils 5000 Euro prämierten ersten Plätze gingen an die Bochumer Fahrzeug-Werke Lueg AG und den VW/Audi-Partner Auto Schmitt Idstein. Die Lueg-Gruppe setzte sich in der Kategorie "Große Betriebe" durch, gefolgt vom Nürnberger Bosch-Service Koller + Schwemmer und dem VW-Autohaus Gute Fahrt in Riesa. VW-Händler Auto Schmitt Idstein gewann in der Kategorie der kleinen und mittleren Betriebe vor dem Ford-Autohaus Schneider aus Leipzig und dem Neu-Ulmer BMW-Partner Holz+Haller.
Auto-Berufe stehen nach wie vor ganz oben auf der Wunschliste junger Männer und Frauen. Nach Angaben des Branchenverbands ZDK bildete das deutsche Kfz-Gewerbe 2006 rund 94.000 technische und kaufmännische Lehrlinge aus. Die Bundesbildungspreise gehen an Kfz-Betriebe, die geeignete Bewerber durch ein strukturiertes Einstellungsverfahren rekrutieren und sich in besonderer Weise um eine qualifizierte Ausbildung bemühen. Diese Autohäuser betreiben regelmäßig Nachwuchswerbung, etwa durch Betriebspraktika oder sogenannte Girls' Days. Sie fördern und motivieren ihre Auszubildenden durch spezielle Prüfungsvorbereitungskurse und Weiterbildungsmöglichkeiten oder initiieren originelle Projekte mit Auszubildenden, etwa die Mitwirkung an Fahrzeug-Restaurierungen oder die Gestaltung des Schauraums.
Die Mehrmarken-Handelsgruppe Lueg, im aktuellen Ranking der deutschen Top-50-Händler auf Platz neun, beschäftigt derzeit 289 Auszubildende in fünf Berufen, das entspricht einer Ausbildungsquote von 16 Prozent der Gesamtbelegschaft. Nach der erfolgreichen Ausbildung bietet Lueg den Mitarbeitern zudem unterschiedliche Fortbildungs- und Aufstiegsprogramme an.
Die Auto Schmitt-Gruppe beschäftigt in Betrieben in Frankfurt und Idstein über 200 Mitarbeiter, darunter 44 Auszubildende. Die gute Nachwuchsarbeit fiel auch dem Hersteller auf: Bereits 2006 zeichnete Volkswagen Martin Dörfler von Auto Schmitt als besten kaufmännischen Auszßubildenden in der deutschen VW-Handelsorganisation aus.