Barcelona. Entsprechend euphorisch ist der fünftgrößte japanische Autobauer mit den Prognosen für den Mazda3. Hierzulande will Mazda noch in diesem Jahr etwa 2300 Einheiten zulassen. Für 2014 sind 14.000 Neuzulassungen geplant, inklusive der dann angebotenen Stufenheckversion, die am 14. Februar in den Handel kommt. Mazda hofft so, sein Ziel von insgesamt 50.000 Einheiten zu erreichen. „Dies würde ein Steigerung von 18 Prozent gegenüber 2013 bedeuten“, so ein Firmensprecher. Beim Antrieb stehen drei Motorisierungen zur Wahl, ein Zweiliter- Benziner mit 120 oder 165 PS sowie ein 2,2-Liter-Diesel mit 150 PS. Beide sind Eigenentwicklungen und zählen zu den sparsamsten Aggregaten ihrer Klasse. Beim Benziner verzichtete man bewusst auf das Downsizing-Prinzip und der Kompensation mittels Turbolader. „Unsere Strategie heißt Rightsizing“, sagt Chefentwickler Takeo Moriuchi, und verspricht besonders im Alltagsbetrieb eine bessere Leistungscharakteristik und niedrigere Verbrauchswerte, als kleine Turbotriebwerke sie liefern können. Das Geheimnis liegt unter anderem in der enorm hohen Verdichtung von 14:1. Kein anderer weltweit eingesetzter Großserien-Benziner fährt mit diesem Verhältnis. Der Kunde profitiert davon an der Tankstelle. Mazda gibt einen Normverbrauch von 5,1 Litern an. Nachdem man die Kooperation mit PSA beendet hat und keine Dieselmotoren mehr von den Franzosen bezieht, fehlt im Angebot eine Einstiegsversion mit zirka 110 PS. Ob und wann diese folgen wird, ließ Mazda bei der Präsentation des Dreiers unbeantwortet. Preislich bleibt man auf dem Niveau des Vorgängers und startet bei 16.990 Euro. Die Limousine liegt 500 Euro über der Steilheckvariante, für die Mazda in Deutschland einen Verkaufsanteil von 90 Prozent erwartet. Weltweit jedoch wird die Limousine deutlich über 50 Prozent liegen.
Vom Handel ersehnt
Was für VW der Golf ist, läuft bei Mazda als 3. Das Kompaktmodell, seit zehn Jahren und in zwei Generationen auf dem Markt, wurde weltweit über 3,6 Millionen Mal verkauft. Am 18. Oktober startet die dritte Auflage. Sie ist gleichzeitig intern auch das dritte Modell, das auf der neuen Fahrzeugarchitektur Skyactiv aufbaut – nach CX-5 und Mazda6. Für das Crossover und die Mittelklasselimousine konnte Mazda in den vergangenen Monaten Wachstumsraten von 80 Prozent verbuchen. In Deutschland steigerten die Händler ihre Verkäufe durchschnittlich um 53 Prozent. Das ist laut Mazda der höchste Wert seit 2004. Gleiches gelte für den Ertrag vor Steuern. Er liege bei 1,6 Prozent.