München. Schon mit der Absicht, künftig keine Fünf- und Sechszylindermotoren mehr in den Modellen zu verbauen, vollzog Volvo einen mutigen Schritt in Richtung CO2-Reduktion. Der auf der neuen SPA-Plattform ("Scalable Product Architecture") basierende XC90, seit diesem Jahr auf dem Markt, läutete diese Strategie ein. Das Flaggschiff-SUV der Schweden fährt nur noch mit Vierzylinder, als Benziner, als Diesel und als Plug-in-Hybrid. Branchenkenner sehen in diesem Schritt allerdings auch ein Risiko, besonders im Hinblick auf Amerika, wo Kunden in diesem Fahrzeugsegment gewöhnlich ein größeres Statusdenken an den Tag legen und Sechs- und Achtzylindermotoren bevorzugen. In Deutschland geht die Rechnung bislang bestens auf: Der XC90 ist so erfolgreich, dass die Lieferzeit mittlerweile ein Jahr beträgt.
Auf gleicher SPA-Basis und mit den gleichen Antrieben debütieren im nächsten Jahr die Nachfolgermodelle des S80 und V70, die dann die Bezeichnung S90 und V90 tragen. Großer Auftritt des neuen S90 wird auf der Detroit Auto Show im Januar sein, da die USA der wichtigste Markt für die Oberklasselimousine ist. China erhält eine Langversion. Auf dem Genfer Auto-Salon folgt im März der Kombi V90. In der zweiten Jahreshälfte dürft e Volvo dann das Outdoor-Modell V90 Cross Country zeigen.
Das Jahr 2017 steht im Zeichen der neuen 60er-Baureihe, also S60, V60 und XC60. Alle nutzen die verkleinerte SPA-Plattform. Zu hören ist, dass in S60 und V60 sogar ein Dreizylinder-Turbobenziner Einzug halten soll. Allein steht Volvo mit dieser Idee nicht: BMW setzt in seinem Dreier ebenfalls einen Dreizylinder (B38) ein.