Berlin. „Wir wollen uns dynamisch und international zeigen und mit der Markenwelt von VW stärker in Richtung Mobilität kommunizieren“, erklärt Cornelia Schneider, Leiterin Group Forum im Lindencorso, den konzeptionellen Wandel. „Der Fokus liegt hier nicht im Verkauf.“ Rund 15 Millionen Euro hat sich der Wolfsburger Zwölf-Marken-Konzern den 18 Monate währenden Umbau kosten lassen. „Es wurde der vorherige Shopping- Mall-Charakter entfernt, dafür eine offene zweigeschossige Sichtachse geschaffen, um den Besucher bis zur Ausstellungfläche zu ziehen“, sagt Mischa Bosch von Christoph Mäckler Architekten. Mit dem Restaurant „Zeitgeist“ sowie dem Bistro „Brotzeit“ soll Drive zu einem Treffpunkt werden und zum Verweilen einladen. Und, wie nebenbei, über die VW-Innovationen informieren. Nicht nur frontal, lautete ein Wunsch aus Wolfsburg, sondern auch interaktiv: Ein digitales Buch und mehrere Computerterminals etwa animieren den Besucher zum Mitmachen. Und sie sollen unter anderem Schulklassen die großen Themen von morgen vermitteln. Im Vordergrund stehen Mobilität, Stadtforschung sowie nachhaltige Wohnkonzepte. Der Fahrzeughersteller hat längst erkannt, dass immer mehr Fußgänger gerade in Städten das Fahrrad und den öffentlichen Nahverkehr dem eigenen Auto vorziehen. Der Pkw ist oft kein Statussymbol mehr – und das heißt: umdenken, um die Kunden zu binden. Einen Paradigmenwechsel hatte VW schon via Werbekampagne mit Robbie Williams anklingen lassen: Neue Ideen müssen her, auch im Marketing. Es heißt ja schließlich: Mit der Zeit gehen – und nicht fahren.
Umgestaltetes Forum
Volkswagen zeigt neuen Drive unter den Linden
Einen Monat ist es her, dass der britische Sänger Robbie Williams in der deutschen Hauptstadt das aufwendig umgebaute „Drive. Volkswagen Group Forum“ an der Ecke Friedrichstraße/ Unter den Linden eröffnet hat. Damals waren Augen und Ohren der illustren Gästeschar vor allem auf die Stars der Nacht gerichtet. Am heutigen Tag geht es ruhiger zu auf der Präsentationsfläche: Assistenten polieren emsig die motorisierten Ausstellungsstücke des modernisierten Erlebnisstandorts, während sich die ersten Besucher digital über die neue Kommunikationsplattform führen lassen.