Wien. Es ist Teil eines Technologiepakets, mit dem der Autobauer den CO2-Ausstoß in der Flotte bis 2020 auf den Zielwert von 95 Gramm je Kilometer drücken will. Dazu gehört auch eine Diesel-Hochdruckeinspritzung mit einem Einspritzdruck „von 2500 bis 3000 Bar“, so Winterkorn. Ein solches Druckniveau wird derzeit nur vereinzelt in Lkw erreicht. Der VW-Chef prognostiziert, in Verbindung mit einem neuartigen, elektrisch angetriebenen Verdichter sei auch beim Pkw-Diesel eine Literleistung von 100 Kilowatt möglich. Dieser E‑Booster ergänzt den Abgasturbolader und ist insbesondere für größere Selbstzünder interessant – nicht nur, weil er das ohnehin nur noch kleine Turboloch eliminiert. Das von Valeo zusammen mit Audi entwickelte System ermöglicht, dass bei einem Lastsprung in niedrigen Drehzahlen nicht auch die NOx-Emissionen hochschnellen. Bei klassischen Turboaggregaten wird die Abgasrückführung (AGR) beim Beschleunigen reduziert oder ganz aufgehoben, um den Abgas-Volumenstrom möglichst schnell zu steigern. Der elektrische Verdichter dagegen erreicht schon nach 0,9 Sekunden 90 Prozent des Maximaldrucks, das AGR-System bleibt dabei stets aktiv. Zum möglichen Serieneinsatz wollte Winterkorn nichts verraten.
Volkswagen bringt DSG mit zehn Gängen
Volkswagen schaltet nicht nur einen, sondern gleich drei Gänge hoch: Konzernchef Martin Winterkorn kündigte auf dem 34. Wiener Motorensymposium an, dass das hauseigene Doppelkupplungsgetriebe in Kürze über zehn statt bisher maximal sieben Schaltstufen verfügen wird.