Sindelfingen. Daimler will bei der Vernetzung des Autos kundenfreundlicher werden und künftig drahtlose Software-Updates und bessere Bedienkonzepte bieten. Darum kümmert sich seit März Sajjad Khan, der den Bereich „Connected Car“ leitet – angesiedelt direkt unter Entwicklungsvorstand Thomas Weber. Als erster Premiumhersteller bündelt Daimler hier die Bereiche Entwicklung, Vertrieb und Services. Khan stehen rund 1500 Entwickler in den USA, China, Indien, Südkorea sowie Stuttgart und Sindelfingen zur Verfügung.
Bei Software-Updates will Daimler einen Zahn zulegen. „Die Kunden sind von ihren Smartphones Updates mit neuen Funktionen oder Fehlerbehebungen gewohnt. Das wollen wir künftig auch anbieten – allerdings nicht öfter als alle vier Monate“, sagt Khan. Die drahtlosen Updates (Over the Air) soll es aber nur für Software des Infotainmentsystems oder der Navigation geben, nicht für sicherheitskritische Systeme.
Die Daimler-Entwickler arbeiten auch an der Bedienoberfläche der Infotainmentsysteme. „Unsere Kunden wollen nicht jedes Mal neue Bedienkonzepte lernen, wenn sie in ein anderes Auto steigen. Die Bedienung muss intuitiver werden“, sagt Khan.
Sein erstes Produkt – eine App – wird Khan im September auf der IAA in Frankfurt vorstellen.