Bottrop. Schneller, stärker, schöner – dieser Dreiklang allein reicht den Tunern nicht mehr. Längst haben auch sie auf den Trend zum Infotainment reagiert: "Multimedia-Einrichtungen mit großen LED-Bildschirmen und soundgewaltigen Musikanlagen sowie voll vernetzte Tablets und eigene Bordcomputer bis hin zu Kleinbussen als mobile Konferenzsäle machen bei uns bereits einen nennenswerten Anteil am Geschäft aus", sagt Brabus-Chef Bodo Buschmann. Zwar will er keine konkreten Zahlen nennen. Doch wenn in einen Office-Sprinter über 1000 Arbeitsstunden geflossen sind und schnell eine Rechnung von 500.000 Euro zusammenkommt, kann man sich die Dimension dieses Geschäfts auch so gut vorstellen.
Neu ist dieser Trend allerdings nicht, sagt Buschmann. "Schon vor 20, 30 Jahren haben wir Fernseher, VHS-Recorder oder Faxgeräte eingebaut, dann waren es DVD-Player und Spielekonsolen, und jetzt sind es eben iPads und 4K-Bildschirme." Dabei haben Veredler wie Brabus gegenüber den Herstellern deutliche Vorteile. Sie sind klein und flexibel genug, um wirklich individuelle Lösungen anzubieten, und sie sind schnell genug, um mit dem Fortschritt in der Elektronik mitzuhalten, sagt Buschmann. "Bis die Fahrzeughersteller geplant und entschieden haben, ob und wie sie ein neues iPad integrieren wollen, haben wir es schon eingebaut."