Leipzig. Die tschechische Firma Kaipan, vor 16 Jahren gegründet und seither mit der Entwicklung und Herstellung sportlicher Replica-Roadster befasst, ist in diesem Jahr zum ersten Mal auf der AMI in Leipzig präsent. Entstanden ist das Unternehmen aus der Anfangsidee, Lotus Seven-Nachbauten aus dem Ausland nach Tschechien zu importieren. Doch schließlich entschied man sich dafür, selbst ein solches Modell im Stil der britischen Sportwagen-Ikone zu entwerfen, zu entwickeln und zu bauen.
Der erste Prototyp war bereits 1992 fertig, doch es dauerte noch weitere fünf Jahre, bis das Auto reif für die Straßenzulassung war. Seitdem wird der Kaipan 47 in Tschechien angeboten und als Kit-Car verkauft. Der Basisbausatz wird ohne Motor ausgeliefert. Kaipan empfiehlt als Antrieb einen Zweiliter-Vierzylinder von Ford, wie er zwischen 1986 und 1989 im Modell Sierra zum Einsatz kam. Die Maschine leistet 104 PS und treibt den Wagen auf maximal 178 km/h.
Es geht aber auch schneller, spurtstärker und moderner: Kaipan hat den Old-School-Roadster im Brit-Look nun auch für den 150 PS starken 1,8-Liter-Turbomotor aus dem Volkswagen-Konzern vorbereitet. Dieses Auto wird als Kaipan 57 auch komplett montiert geliefert. Als "Exportpreis" gibt die Firma aus dem tschechischen SmrzŠovka 25.000 Euro netto an. Die Lieferfrist beträgt derzeit rund acht Monate.
Wer den Kaipan 57 lieber in der eigenen Garage zusammenbauen möchte, kann weitaus günstiger an das Auto kommen. Die Bausätze exklusive Motor kosten umgerechnet rund 6300 beziehungsweise knapp 13.000 Euro - je nach Teileumfang des jeweiligen Pakets. Das Fahrgefühl in diesem nur 719 Kilogramm schweren Roadster-Leichtgewicht aus Tschechien soll eindrucksvoll sein.