So geht mit der Premiere der Mercedes-Oberklasse im Frühjahr 2016 die erste vollintegrierte Car-to-X-Lösung in Serie, und das Smartphone wird auf Wunsch zum Autoschlüssel.
Die Koppelung von Systemen und Sensoren ermöglicht neue Berührungspunkte zwischen Produkt und Produktion: "Wir arbeiten daran, Kameras, die für die Assistenzsysteme bereits ohnehin im Auto verbaut sind, schon in der Fabrik zu nutzen", erläutert Andreas Friedrich, ehemals Chefingenieur E-Klasse und jetzt Leiter Technologiefabrik Mercedes-Benz Cars. So sollen die produzierten Autos in wenigen Jahren automatisch zur Verladung oder ins Kundencenter zur Übergabe fahren.
Das ist noch Zukunftsmusik, aber schon die Gegenwart wirkt wie Science-Fiction: So wurde im Frühjahr 2014 die Endmontage der E-Klasse erstmals virtuell mithilfe von Motion Capturing erprobt. Ähnlich einer Spielekonsole mit Bewegungssteuerung werden dabei virtuelle Bauteile in einem digitalen Fahrzeugmodell befestigt. Durch dieses Erproben mit dem Avatar können die Mitarbeiter schon zwei Jahre vor Serienanlauf Montageschritte prüfen und verbessern. Denn erst später stehen echte Prototypen für die Schulung zur Verfügung.
Neben Virtual Reality setzt der Fahrzeughersteller auch auf Augmented Reality – computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung. So kann die Fertigungsqualität mit AURA ("Augmented Reality Apps") auf einem Tablet-PC analysiert werden.
Dazu erfolgt ein optischer Soll-/ Ist-Abgleich, und virtuelle Bauteile werden im realen Umfeld bewertet. So beispielsweise an einem Integralträger der E-Klasse.