Brüssel. Toyota nimmt den osteuropäischen Markt stärker ins Visier. Shinichi Sasaki, CEO von Toyota Motor Europe (TME), sagte gegenüber der Automobilwoche, der Autohersteller plane, "in Osteuropa zu expandieren". Die Verkäufe in Russland beispielsweise stiegen im vergangenen Jahr um 41 Prozent auf 64.102 Einheiten. "Wir registrieren in diesen Ländern eine grosse Nachfrage und sehen Potenzial für weiteres Wachstum", so Sasaki weiter. Offenbar ist auch Toyota der Erfolg des Dacia Logan nicht verborgen geblieben. Allein in Rumänien verkaufte sich die Kompaktlimousine über 113.000-mal.
Toyota will in Osteuropa expandieren
Wie Toyota auf den Erfolg des Logan reagieren wird, steht noch nicht fest. Auf die Frage nach einer eigenständigen Marke für Fahrzeuge speziell für den osteuropäischen Markt verweisen Toyota-Insider gerne auf Daihatsu. Die Toyota-Tochter ist zwar mittlerweile auf Kleinwagen spezialisiert und hatte bis Mitte der 90er Jahre mit dem Applause auch ein Logan-ähnliches Auto im Programm. Für Sasaki ist jedoch klar, dass Toyota-Fahrzeuge für europäische Märkte "auch in Europa produziert werden" -- Daihatsu-Modelle laufen derzeit nur ausserhalb Europas vom Band.
Der preislich mit dem Logan vergleichbare Aygo wird dagegen auch künftig nicht die Massenmotorisierung Osteuropas übernehmen, denn der Kleinwagen zielt allein auf junge Kunden. Mit Erfolg, sagt Sasaki: "Wir liegen mit der Auslastung der TPCA-Fabrik im Plan und haben auch die maximale Mitarbeiterzahl erreicht." Die klare Positionierung des Aygo schliesst die Einführung der Toyota-Marke Scion, die ebenfalls auf eine junge Klientel zielt, in Europa aus. Auf dem US-Markt soll Scion mit originellen Fahrzeugkonzepten Kunden begeistern, denen ein Toyota zu konservativ ist.