Tokio/Köln. Japans grösster Autohersteller will seine Hybrid-Modellpalette massiv ausbauen. Mittelfristig ist für jede Toyota-Modellreihe eine Hybridversion geplant, bei Toyotas Luxusmarke Lexus sollen Hybridmodelle sukzessive in sämtlichen Baureihen die Leistungsspitze übernehmen, verlautet aus dem Unternehmen.
Über 400 PS sollen für V8-Modelle schon in der Planung sein. Dabei konzentriert sich Toyota vorrangig auf die Kombination von Benzin- und Elektroantrieb, obwohl im Transporterbereich auch an Diesel-Elektro-Hybriden gearbeitet wird.
Der Leistungszuwachs der Hybridautos soll "im Wesentlichen aus dem elektrischen Bereich kommen", so Hans-Peter Wandt, Technik-PR-Manager von Toyota Deutschland. Die angedockten Verbrennungsmotoren würden verkleinert.
"Kriegsentscheidend" sei die Weiterentwicklung der Batterien -- sie sollen noch leichter und stärker werden. So wiegt die Batterie des aktuellen Toyota Prius nur 39 Kilo, das Auto ist mit einem Gewicht von 1.300 Kilo rund 60 Kilo leichter als ein Toyota Corolla Diesel. Bei der Haltbarkeit gibt es laut Toyota keine Probleme, einige Batterien hätten bereits Laufleistungen von bis zu 300.000 Kilometer erreicht.
Auch bei den Kosten ist Toyota optimistisch. Wandt: "Wenn beim Diesel sowohl Partikelfilter als auch aufwändigere Stickstoff-Nachbehandlungen in Serie gehen, werden unsere Hybride in der Produktion nicht teurer als Diesel."
So genannte Supercaps, Hochleistungskondensatoren für die schnelle Energiespeicherung und -abgabe, wie sie BMW plant, werde Toyota aus Kostengründen nicht einsetzen. Wandt: "Das sind eher ,Goldcaps' -- für die Grossserienproduktion extrem teuer."