Berlin. Der Verband der Toyota-Händler rechnet für das laufende Jahr bestenfalls mit einer stagnierenden Umsatzrendite von 0,4 Prozent. "Es wäre schon gut, wenn wir die Rendite stabilisieren könnten. Mit den 0,4 Prozent wären wir zwar nicht zufrieden, aber wir könnten damit leben", sagte Burkhard Weller, Präsident des Toyota-Händlerverbands, am Tag nach dessen Jahreshauptversammlung in Berlin. Alain Uyttenhoven, seit April Toyotas Vizepräsident in Deutschland, gibt sich ebenfalls zurückhaltend: "Wir haben ein schwieriges Jahr vor uns." Er meint damit, dass die Toyota-Händler im laufenden Jahr ohne neue Modelle auskommen und sich gleichzeitig auf zahlreiche Markteinführungen des kommenden Jahres vorbereiten müssen. Mehr als 115 Millionen Euro haben sie im Jahr 2007 in ihre Betriebe investiert, um diese fit für die anstehende Modelloffensive zu machen. "Wir haben im Moment vielleicht eine kleine Überinvestition, die sich aber in einem Jahr rentieren wird", sagt Uyttenhoven.
Sechs neue und neun modellgepflegte Autos kommen 2009 in die Schauräume. "Alle vier Wochen ein neues Modell, das ist ein bisschen zu viel, aber ein Weltkonzern wie Toyota kann nicht jedem Land seine Wunschtermine für eine Neueinführung erfüllen", sagt Uyttenhoven. Er ist dennoch davon überzeugt, dass die Modellflut den Händlern helfen wird, da sie ihnen Gelegenheit zur Kundenansprache gibt. Auch Weller sieht den neuen Modellen positiv entgegen: "Kunden, die etwas ganz Spezielles suchen, werden vielleicht etwas verwirrt. Aber letztlich tut diese Gießkanne voll neuer Modelle dem Handel gut, weil sie Traffic in die Verkaufsräume bringt."
Um den bislang sehr schwachen Verkauf des laufenden Jahres voranzutreiben, hat Toyota die Kampagne "Teuerfrei" gestartet, bei der bis Mitte Juni die Modelle Corolla Verso, Avenis, RAV4 und Auris bei Barzahlung mit bis zu 4000 Euro subventioniert werden. "Das war ein Wunsch der Händler, um Barzahler stärker anzusprechen. Allerdings sind nicht alle Händler von dieser Aktion begeistert", sagt Verbandspräsident Weller.