Köln. Michael Martin, Sprecher des deutschen Toyota-Händlerverbands (THV), nimmt kein Blatt vor den Mund: "Es wird immer schlimmer“, skizziert er die Lage. "Umsatzeinbrüche in allen Bereichen, bleibende Immobilienkosten, steigende Energiekosten“ führten zu einer "katastrophalen Renditesituation“, schreibt er in der Mitgliederzeitung. Demnach lag die Rendite im deutschen Toyota-Netz 2012 bei 0,3 Prozent vor Steuern – eine "Nullnummer“. Und die Profitabilität ist weiter gesunken, im Bundesdurchschnitt schrieben die Partner zuletzt rote Zahlen.
"Wo ist die gigantische Stärke des Konzerns hier in Deutschland zu spüren?“, fragt Martin mit Blick auf nur 17.000 Neuzulassungen im ersten Quartal. Wenn Toyota in Deutschland erst zum Ende des Jahrzehnts 100.000 Einheiten anpeile, wie von Importeurschef Ulrich Selzer jüngst angekündigt, "werden das viele Toyota-Händler leider nicht mehr erleben“, fürchtet Martin. "Auch wir Händler machen Fehler“, räumt er zwar ein, "aber wir arbeiten mit unserem eigenen Geld, mit unserer Existenz, die nun auf dem Spiel steht.“Notwendig sei ein gemeinsamer Image- und Markenaufbau, der im vergangenen Jahr einen "überaus erfolgreichen Hybridsommer“ gebracht habe. Mittlerweile bestehe zwischen Importeur und Händlerverband aber "ein gewisses Sender-Empfänger-Problem“. Es gibt also viel zu tun für Patrizia Niehaus, die neue THV-Geschäftsführerin und "Wunschkandidatin“, die in dieser Funktion nach 16 Jahren Udo Jüngling beerbt hat. Niehaus kommt vom Importeur, wo sie zuletzt für strategische Unternehmensplanung, Markt- und Wettbewerbsanalyse zuständig war – und für die Zusammenarbeit mit dem Händlerverband.Toyota-Händler beklagen "katastrophale Renditesituation
Miese Stimmung im Toyota-Netz: Die Rendite im deutschen Toyota-Partner lag 2012 bei 0,3 Prozent vor Steuern. Und die Profitabilität ist aktuell noch weiter gesunken, im Bundesdurchschnitt schrieben die Händler zuletzt rote Zahlen.