Köln. Burkhard Weller, Vorsitzender des Toyota-Händlerverbands, hält die Reduzierung des Jahresabsatzziels seitens des Importeurs für "ein völlig falsches Signal". Trotz der schleppenden Verkäufe - Toyota und Lexus haben im ersten Halbjahr 7,3 Prozent weniger Autos zugelassen - ist Weller davon überzeugt, dass man "mit den richtigen Programmen das geplante Ziel hätte erreichen können". Toyota hatte sich für dieses Jahr 153.000 Neuzulassungen vorgenommen, nun plant Toyota-Deutschland-Geschäftsführer Markus Schrick mit 144.000 Fahrzeugen. Am Absatzziel für das neue Volumenmodell Auris von 24.000 Einheiten hält Toyota jedoch fest, obwohl bis Ende Juli gerade einmal 10.445 Fahrzeuge dieses Typs zugelassen wurden. Der Privatkundenanteil von Toyota und Lexus liegt derzeit bei rund 56 Prozent. "Wir behaupten uns unter widrigen Umständen am Markt", sagt Schrick. Weller wirft dem Importeur vor, dass hinter der Reduzierung des Jahresziels "keinerlei Kampfeslust" stecke. Im ersten Quartal schrieben die Toyota-Händler eine Umsatzrendite von minus 0,3 Prozent. Nach Angaben von Toyota Deutschland sei diese bis Ende Mai auf plus 0,5 Prozent gestiegen. Laut Weller zehren die Toyota-Händler momentan vom Geschäft des Vorjahres, in dem sie "richtig gut verdient" hätten. Offenbar so gut, dass Weller und der Importeur mit keinen Insolvenzen im Vertriebsnetz rechnen, die in Zusammenhang mit dem schwachen Markt stehen.
Die Händler sollen sich laut Importeur "auf die inneren Abläufe und noch mehr Qualität im Verkauf und Service konzentrieren". Darüber hinaus sei es wichtig, das Potenzial im Aftersales-Geschäft auszuschöpfen.