Köln. Toyota hat offenbar Nachholbedarf bei besonders sparsamen Volumenmotorisierungen erkannt. "Derzeit binden wir alle Ingenieurskapazitäten, um die CO2-Emissionen weiter zu reduzieren", sagt ein Unternehmenssprecher von Toyota Deutschland. Denn gerade bei Modellen, die in hohen Stückzahlen gefertigt werden, liegen die Japaner beim Ausstoß des Klimagases CO2 hinter der Konkurrenz. Der Golf-Konkurrent Auris mit dem häufig bestellten 1,6-Liter-Benziner beispielsweise emittiert 166 Gramm CO2 pro Kilometer. Nicht nur der Opel Astra (151 g/km), auch der Ford Focus (157 g/km) und der VW Golf (159 g/km) schneiden hier besser ab.
In den USA erreicht diese Problematik völlig andere Dimensionen, da eines der dort erfolgreichsten Toyota-Modelle, der Pick-up Tundra, 353 Gramm CO2 pro Kilometer ausstößt. Doch auch von diesem Lastenesel soll es eine Hybrid-Version geben. "Langfristig soll jede Baureihe ein Hybrid-Modell bekommen", heißt es aus dem Konzern. Zugleich arbeitet Toyota an der dritten Generation des Hybrid-Autos Prius, die man zu einer Modellfamilie ausbauen will. Debüt: voraussichtlich 2009.
Speziell durch den Prius hat sich Toyota in der Klimadiskussion einen beträchtlichen Image-Vorsprung erarbeitet. Laut einer weltweiten Umfrage des Marktforschungsinstituts Puls glauben 18,6 Prozent der Autokäufer, Toyota baue besonders umweltfreundliche Autos. Auf Platz zwei folgt mit 10,6 Prozent Honda, auf Platz drei liegt mit nur 3,7 Prozent VW.