Rüsselsheim. Neu ist vor allem die Bedienung des IntelliLink genannten Infotainmentsystems. Der zentrale Acht-Zoll-Monitor ist nun als berührungsempfindlicher Bildschirm ausgeführt. Ergänzend befindet sich in der Mittelkonsole ein Touchpad, wie man es von Audi kennt. Allerdings ist die Opel-Variante nicht nur zur Eingabe von Buchstaben geeignet, sondern übernimmt auch Funktionen klassischer Dreh-Drück- Steller. So lässt sich ein Cursor steuern, mit dem auf dem Bildschirm angezeigte Menüpunkte abzurufen sind. Zum Vergrößern des Kartenausschnitts muss man wie beim iPhone Zeigefinger und Daumen auf dem Touchpad auseinanderziehen. Als dritte und vierte Ebene bleiben die Sprachsteuerung sowie die Lenkradtasten erhalten. Letztere sollen vor allem fahrrelevanten Funktionen wie der automatischen Geschwindigkeitsregelung dienen. „Wir verfolgen die Philosophie, dass Fahrerassistenzsysteme links und das Infotainment rechts zu bedienen sind“, erläutert Arndt. IntelliLink, das Opel bereits mit dem Adam eingeführt hatte, erlaubt die Darstellung von Inhalten des Smartphones auf dem Fahrzeug-Bildschirm. Nun kündigte Opel an, ab Anfang 2014 einen eigenen App-Shop zu betreiben, über den sich Insignia-Fahrer zusätzliche Programme in das Infotainmentsystem, aber auch auf das eigene Mobiltelefon laden können. Eine der ersten Apps ist eine virtuelle Bedienungsanleitung namens „My Opel Manual“. Rätselraten über die Funktion einer Taste gehört dann vermutlich der Vergangenheit an: Der Fahrer kann sie mit der Handykamera abfotografieren und erhält anschließend Erläuterungen auf dem Display.
Touchscreen, Touchpad und Apps im Opel Insignia
Der neue Opel Insignia geht mit einem erheblich überarbeiteten Cockpit und einem neuen Bedienkonzept an den Start. „Wir haben im Cockpit gründlich aufgeräumt“, begründet Interieur-Designer Stefan Arndt die für eine Modellpflege ungewöhnlich aufwendige Maßnahme. Dutzende von Schaltern wurden durch ein Vier-Ebenen- Bedienkonzept ersetzt.