Dinklage. Den Monat November haben sich die Freunde besonders sportiver Porsche-Modelle signalrot im Kalender markiert. Dann startet im Handel der GT2, die 530 PS starke Top-Version der Baureihe 911 mit dem Werkscode 997. Und anders als beim Vorgänger auf Basis des Typs 996, der vier Jahre lang zu haben war, müssen sich Interessenten für den neuen GT2 sputen: Porsche plant, den mindestens 189.496 Euro teuren Zweisitzer nur für zwei Modelljahre anzubieten. Hintergrund ist die überschaubare Schar potenzieller GT2-Käufer, die der Sportwagenhersteller auf weltweit insgesamt rund 1300 bis 1500 Enthusiasten taxiert. Eine so kleine Serie will Porsche möglichst zügig fertigen.
Verschärftes Tempo liegt dem Top-Elfer ohnehin, wie die Fahrdemonstration von Piloten-Legende Walter Röhrl auf einem Flugplatz in der Nähe von Dinklage bewies. Für den Spurt auf Tempo hundert benötigt der GT2 nur 3,7 Sekunden. Auch die Höchstgeschwindigkeit erreicht mit 329 km/h das Niveau des Porsche-Supersportwagens Carrera GT (612 PS).
Die flotten Fahrleistungen verdankt das heckgetriebene Coupé (Leergewicht: 1440 Kilogramm) auch dem Einsatz gewichtsreduzierender Werkstoffe. So besteht die Abgasanlage aus dem so leichten wie kostspieligen Metall Titan: Mit rund neun Kilogramm wiegt sie nur die Hälfte ihres Pendants aus dem Porsche 911 Turbo, von dem der GT2 abgeleitet wird.