Kirchhundem. Der mittelständische Industrieausrüster Mennekes hat einen Ladestecker entwickelt, der zum europäischen Standard für Elektroautos werden dürfte. "Im Normungsausschuss liegen drei Bewerbungen vor, unsere und zwei weitere“, sagt Mennekes-Marketingchef Burkhard Rarbach. Neben dem Anbieter aus Deutschland bewerben sich noch ein japanisches und ein italienisches Unternehmen mit ihren Stecker- Entwürfen. Da sich nicht nur die deutschen Autobauer für das System aus dem sauerländischen Kirchhundem ausgesprochen haben, sondern auch der europäische Herstellerverband ACEA, werden dem Mennekes-Stecker große Chancen eingeräumt, zum europäischen Industriestandard zu werden.
Ein Vorteil des Steckers: Er wird beim Laden mechanisch verriegelt und ist damit gegen Diebstahl und gefährliche Fehlbedienung geschützt. Auch ein Überfahren mit einem Pkw verursacht keinen Kurzschluss. Erste Kunden sind BMW und Mercedes: Sowohl der E-Mini als auch der Elektro-Smart sind mit dem Steckersystem von Mennekes ausgerüstet. Ob der endgültig zum Standard wird, will die EUKommission bis Mitte 2011 entscheiden.