Ingolstadt. Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) macht Ernst. Im Herbst soll auf der A9 bei Ingolstadt der Startschuss für das Pilotprojekt „Digitales Testfeld Autobahn“ fallen. Doch einige Bundesländer sind verärgert, dass Bayern den Zuschlag bekommen hat. Nicht nur, weil Audi und BMW strategisch gut an der A9 liegen. Bayern soll im Bund erste Wahl sein, weil durch die CSU-Regierung dort „politische Stabilität“ herrsche, heißt es aus Herstellerkreisen.
„Ich war verärgert und enttäuscht, dass am Ende nur eine bayerische Autobahn rausgekommen ist“, sagte jüngst Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann, der die A81 in seinem Bundesland auch gern als Versuchsstrecke gesehen hätte. „Wir brauchen optimale Testbedingungen. Nicht in den USA, nicht nur in Bayern, sondern auch in Baden-Württemberg“, fordert auch Daimler-Entwicklungschef Thomas Weber. Die Länder Niedersachsen und Baden-Württemberg lassen nicht locker und haben einen Antrag im Bundesrat für ein eigenes Testfeld eingebracht. Er steht erstmals am 22. April auf der Tagesordnung.