Offenbach. Hyundai surft mit großem Erfolg auf der SUV-Welle: Weil die Koreaner schon seit dem Jahr 2000 auf Geländewagen setzen, kommen sie in Europa bereits auf 1,2 Millionen Zulassungen und sehen darin die Basis für weiteres Wachstum. „Denn keine Fahrzeuggattung hat so rosige Prognosen wie das SUV“, sagt Deutschland-Chef Markus Schrick. Seine Hoffnungen ruhen vor allem auf dem neuen Tucson, der Mitte Juli zu Preisen ab 22.400 Euro den ix35 beerbt. Entwickelt wurde er in Rüsselsheim, gebaut wird er im tschechischen Nošovice. Noch 2015 sollen davon in Deutschland nach Schricks Plänen 6500 Einheiten verkauft werden, im nächsten Jahr schon 18.000.
Der Tiguan-Gegner soll nicht nur den Absatz beflügeln, sondern der Marke auch mehr Emotionen verleihen. Mit fünf Motoren von 115 bis 185 PS, Front- oder Allradantrieb und drei Getrieben gibt es dafür die breiteste Auswahl in dem Segment. Hinzu kommen Ausstattungsdetails wie die sensorgesteuerte Heckklappe oder der erweiterte Parkroboter und konkurrenzlose sieben Jahre Navigationsupdates. Optisch soll ein leidenschaftlicheres Design und das aufgewertete Innenleben überzeugen. Bei Laufkultur und Fahrkomfort schließt der Tucson deutlich zur teureren Konkurrenz auf. Hyundais Deutschland-Chef kann mit gutem Grund auf starke Verkaufszahlen des Tucson hoffen. Denn zum ersten Mal haben die Koreaner ihre Bestellbücher geöffnet, bevor das Auto im Handel ist. In bislang knapp drei Wochen wurden nicht nur 1800 Angebote eingeholt, sondern mit 1200 Abschlüssen sogar mehr Autos verkauft, als in einem Monat für Deutschland produziert werden können.