München. Mit einem neuen Sicherheits- Domain-Steuergerät will der Zulieferer TRW die Ausstattung vor allem mittlerer und kleiner Autos mit zusätzlichen Fahrerassistenzsystemen kostengünstiger machen. In dieser Kontrolleinheit („Safety Domain ECU“ – SDE) können zahlreiche Sicherheitsfunktionen gebündelt werden, dank der Architektur auf Basis des Autosar-Standards auch mit Software der OEMs oder anderer Zulieferer. Von Vorteil ist die SDE, wenn über einige Basis-Assistenzfunktionen hinaus noch weitere, aufwendigere Systeme als Option angeboten werden sollen. Stehen in den Basisversionen beispielsweise nur Daten von einem Radarsensor und einer Kamera zur Verfügung, so w e r d e n diese oft in einem kleinen Steuergerät des Radarsensors fusioniert.
Auf diese Daten kann wiederum das Bremsensteuergerät zugreifen. Kommen aber weitere Funktionen und Sensoren hinzu, steht der OEM vor der Frage, ob er für jede weitere Funktion ein zusätzliches, eigenes Steuergerät einbaut oder aber ein zentrales, deutlich leistungsfähigeres, das dann aber immer verbaut werden muss. In beiden Fällen, so TRW-Vice-President Martin Thoone, werde eine flexible, nach Kundenwunsch skalierbare Ausstattung mit Assistenzsystemen teuer. Mit SDE will TRW einen kostengünstigen Kompromiss bieten: Häufig bestellte Assistenzfunktionen bleiben in Standardsteuergeräten. Nur aufwendigere und seltener georderte Assistenzfunktionen werden über die SDE gesteuert, weshalb sie TRW als „Optionsbox“ bezeichnet. Sie muss nur verbaut werden, wenn Assistenzsysteme ab einer gewissen Komplexität geordert werden, und sie bekommt je nach Bedarf die zur Fahrzeugkonfiguration passende Software. Die erste SDE-Generation geht laut TRW 2013 in Serie. Eine zweite soll ab 2015/2016 sogar für vollautonomes Fahren geeignet sein.Steuerung nach Maß
Mit einem neuen Sicherheits- Domain-Steuergerät will der Zulieferer TRW die Ausstattung vor allem mittlerer und kleiner Autos mit zusätzlichen Fahrerassistenzsystemen kostengünstiger machen. In dieser Kontrolleinheit („Safety Domain ECU“ – SDE) können zahlreiche Sicherheitsfunktionen gebündelt werden, dank der Architektur auf Basis des Autosar-Standards auch mit Software der OEMs oder anderer Zulieferer.