München. Der Forschungs- und Entwicklungschef von Valeo hebt zudem weitere Stärken von InBlue hervor: Der virtuelle Schlüssel im Handy lässt sich beispielsweise auch drahtlos weitergeben. Will der Fahrzeugbesitzer sein Auto Familienmitgliedern oder Freunden leihen, reiche es aus, ihnen einen – wenn gewünscht auch nur zeitlich begrenzt gültigen – Schlüssel zu schicken. Dann können sie mit ihrem Smartphone das Fahrzeug finden, öffnen und starten. Hier sieht Tarabbia auch großes Potenzial für den Einsatz im Carsharing-Bereich. Der Smartphone-Schlüssel soll auch die Suche nach dem Fahrzeug überflüssig machen, wenn man vergessen hat, in welcher Straße es steht, weil sich das Fahrzeug den Standort merkt und beim Abstellen ans Smartphone sendet. Darüber hinaus speichert das Handy auch Informationen zum Füllstand des Tanks, zum Reifendruck oder etwa die Zeit bis zur nächsten Wartung. Entwickelt hat Valeo InBlue gemeinsam mit den Unternehmen Safran-Morpho und Vulog, die auf IT-Sicherheit beziehungsweise Carsharing-Lösungen spezialisiert sind. Prinzipiell sei InBlue nicht auf den Datenaustausch per Bluetooth festgelegt, betonen die Entwickler. Realisierbar seien die Funktionen auch per Near Field Communication (NFC), falls ein Autohersteller diese Technik bevorzugt. In Serie gehen kann das System laut Entwicklungschef Tarabbia 2016.
Neues Zugangssystem
Smartphone als Autoschlüssel
Nun wird auch der Autoschlüssel zu einem virtuellen Gegenstand: Die InBlue-Technologie von Valeo macht das Smartphone zum Türöffner und Informationszentrum für Fahrzeugdaten gleichermaßen. Bei diesem System setzt der französische Zulieferer auf den neuen, energiesparenden Bluetooth- Standard 4.0, um den Kontakt zwischen Smartphone und Automobil herzustellen. „Keine Schlüsselsuche mehr, keine ausgebeulten Hosentaschen – und das Smartphone hat man immer dabei“, skizziert Jean-François Tarabbia einige der Vorteile.