Bonn. Trotz erneut gesunkener Verkäufe konnte der Reifenfachhandel im vergangenen Jahr seine Ertragssituation stabil halten. Der Betriebsvergleich des Branchenverbands BRV ergab im Schnitt aller teilnehmenden Betriebe mit 0,7 Prozent eine Umsatzrendite auf dem Niveau des Vorjahrs.
Zwar sanken die Einnahmen aus dem Reifenverkauf um 2,9 Prozent auf 949.000 Euro, die Servicebereiche konnten dies aber weitgehend ausgleichen, so dass der Gesamtumsatz nur um 0,4 Prozent auf 1,41 Millionen Euro zurückging. Im Reifenservice gab es ein Plus von 3,4 Prozent auf im Schnitt 252.000 Euro, im Autoservice ging es sogar 13,6 Prozent auf 134.000 Euro nach oben.
Auch beim Ergebnis half der gestiegene Anteil des Autoservice. In dieser Sparte war der um 1,1 Punkte auf 64,9 Prozent gestiegene Rohertrag weitaus höher als im Reifenbereich. Das Reifengeschäft litt dagegen unter dem Preisdruck. Besonders stark war der Rückgang des Rohertrags bei Sommerreifen für Pkw und SUVs. Hier ging es um 1,4 Punkte auf 16,8 Prozent nach unten.
Peter Hülzer, der geschäftsführende Vorsitzende des BRV, bewertete die durchschnittliche Umsatzrendite als „unbefriedigend“. Allerdings betonte er, dass es große Unterschiede zwischen den einzelnen Betrieben gebe. Wer aktiv sei und engagierte Mitarbeiter habe, könne sich behaupten. Wer dagegen abwarte und auf ein starkes Wintergeschäft hoffe, verliere im Wettbewerb.