Zumikon. 21 Konzeptautos stellte die Schweizer Firma Rinspeed bislang vor, alle auf dem Auto-Salon in Genf. Konzeptfahrzeug Nummer 22 jedoch debütiert erstmals weit entfernt vom Unternehmenssitz in Zumikon bei Zürich: auf der CES in Las Vegas. "Die digitale Welt liefert in Zukunft die großen und vor allem disruptiven Innovationen im Automobilbau. Deshalb sind auf der Consumer Electronics Show mittlerweile alle großen Autohersteller und Zulieferer präsent", sagt Rinspeed-Chef Frank M. Rinderknecht.
So viel Selbstbeweihräucherung ist erlaubt, wenn man ein Auto vom Kaliber des Etos präsentiert. Der Hybridsportwagen basiert auf dem BMW i8 und steckt voller Elektronik-Hightech. Das Lenkrad von ZF TRW beispielsweise faltet sich im autonomen Fahrmodus zusammen und verschwindet in der Armaturentafel, auf der zwei 21,5-Zoll-HD-Breitbildmonitore die Schnittstelle zwischen Insassen und Fahrzeugtechnik sind – und zugleich als Kommunikations- und Unterhaltungszentrum des Autos fungieren. Acht Außenkameras überwachen das Fahrzeug ringsum und liefern der Steuersoftware präzise Informationen, sobald das Auto selbstständig fährt.
Weitere Informationen über das Umfeld des Autos liefert die bordeigene Drohne, die einen Landeplatz auf dem Heck des Fahrzeugs hat. Das Mini-Flugobjekt kann, wie Rinspeed mitteilt, beispielsweise die Gattin entzücken, indem es "auf dem Heimweg einen online bestellten Blumenstrauß für die Liebste schnell herbeiholt".
Zum Auto gehört auch ein Glasdach aus Gorillaglas von Corning, Titan-Pedale von Putzier Oberflächentechnik, 3-D-Effektlack von Barlog Plastics, eine mechanische Cockpituhr von Carl F. Bucherer, ein elektrisches Heizsystem von Eberspächer, achteckige Flachantennen von Vites, Konnektivitäts-Software von Inrix und die nötige Hardware von NXP.