München. Damit reagierte er darauf, dass die Nachrichtenagentur AP bereits im September 2014 über drei Unfälle der Google-Autos berichtet hatte. Acht weitere Crashs der autonomen Flotte räumte Google zusätzlich ein – und betonte, dass nie der Selbstfahr-Modus für diese Zusammenstöße verantwortlich gewesen sei, sondern dass sie stets von anderen Verkehrsteilnehmern verursacht wurden. Sieben dieser elf Blechschäden entstanden durch Auffahrunfälle anderer Fahrer, dreimal wurde das Auto von anderen gestreift und ein Stoppschild wurde nicht beachtet. Google testet seine Technik des autonomen Fahrens seit 2009 mit mehr als 20 Autos von Marken wie Toyota. Sie legten nach Firmenangaben in dieser Zeit 1,6 Millionen Kilometer autonom zurück. Aktuell fahren sie circa 16.000 Kilometer pro Woche. Im Sommer sollen erste reine Google-Cars in Mountain View ihren Testbetrieb auf der Straße aufnehmen. Sie werden nicht schneller als 40 Kilometer pro Stunde fahren und noch Pedale und Lenkräder haben. Ob die Technik in diesem Zweisitzer unfallfrei fährt, bleibt abzuwarten. Für Hersteller und Politik soll die Vision von null Unfalltoten („Vision Zero“) mit dem autonomen Fahren Realität werden. Aber Tesla-Boss Elon Musk bringt es auf den Punkt: „Die Gesetzgeber wollen nicht wissen, ob selbstfahrende Autos so gut sind wie Menschen. Sie müssen besser sein.“
Unfälle mit Roboter-Autos
Schuld hat der Mensch, nicht der Computer
„Wenn man oft auf der Straße ist, passieren Unfälle, egal ob man in einem selbstfahrenden Auto sitzt oder nicht.“ Diesen lapidaren Satz schrieb jüngst Chris Urmson, Chef der Entwicklung für autonome Autos, in einem Firmenblog.