Detroit. Ford-Konzernchef Alan Mulally hält trotz horrender Verluste, sinkender Absatzzahlen und fallender Kredit-Ratings an seiner Turnaround-Strategie fest. Einen Ausweg über das US-Insolvenzrecht nach Chapter 11 gibt es für Ford nicht, betonte Mulally im Gespräch mit Automotive News, der amerikanischen Schwesterzeitschrift der Automobilwoche.
Mulally: „Chapter 11 funktioniert bei uns absolut nicht. In der Automobilbranche, wo die Kunden eine so große Auswahl haben, macht das einfach keinen Sinn. Denn niemand kauft ein neues Auto von einer Firma, die bankrott ist.“ Allianzen oder gar Fusionen sind für Ford ebenfalls keine Lösung, betonte Mulally. „Wir halten stärker als jemals zuvor an unserer Strategie fest, Ford selbst weltweit weiterzuentwickeln.“ Höchste Priorität habe für ihn die Aufgabe, Überkapazitäten abzubauen.
„Das Wichtigste, was wir tun müssen, um zur Profitabilität zurückzukehren, ist eine Anpassung der Produktion an die tatsächliche Nachfrage.“ Diese Strategie werde auch dann funktionieren, wenn der gesamte Neuwagenabsatz in den USA im kommenden Jahr auf zwölf oder gar nur elf Millionen Fahrzeuge sinken sollte, zeigte sich Mulally überzeugt. In diesem Jahr rechnet die Branche mit 13,5 bis 14 Millionen Neuzulassungen in den USA.