München. Nun will Schreiber die Gewinnschwelle deutlich herabsetzen: „Die beste Methode, ein Unternehmen wetterfest zu machen, ist es, den Break-even-Point Stück für Stück zu senken.“ In der aktuellen Planungsrunde will er die Gewinnschwelle auf eine Auslastung von 70 Prozent drücken. Aber auch Werte von 65 oder 60 Prozent hält er langfristig für möglich. Dazu arbeitet die Marke an ihren Kostenstrukturen und Produktionsabläufen: „Wenn man Prozesse verschlankt und vereinfacht, wird man schneller, spart Kosten und Platz und sieht einen positiven Effekt bei der Qualität.“ Damit werde das Unternehmen auch profitabler. 2012 hat Bentley 8510 Autos gebaut (plus 22 Prozent), 1,45 Milliarden Euro umgesetzt und operativ 100,5 Millionen Euro verdient. Bis 2018 soll die Gewinnmarge von sieben auf 18 Prozent steigen. Bentley müsse zudem Kapazitäten für das geplante Luxus- SUV frei machen, so Schreiber. Motor und Interieur des Fahrzeugs, dessen Karosserie voraussichtlich im VW-Werk Bratislava gebaut wird, müssten aus dem Stammwerk in Crewe kommen.
Schreiber macht Bentley wetterfest
Vorstandschef Wolfgang Schreiber will Bentley "wetterfest machen“, auch um für künftige Nachfrageschwankungen gerüstet zu sein. "Dann können wir auch eine Situation wie zwischen 2007 und 2010 besser verkraften“, sagte Schreiber der Automobilwoche. In der Finanzkrise hatte sich der Absatz der britischen Nobelmarke von über 10.000 auf 5000 Autos halbiert.