München. Wie weit die Technik schon ist, zeigte jetzt Daimler auf den Highways im US-Bundesstaat Nevada. Hier schickte Wolfgang Bernhard, Daimler-Vorstandsmitglied und Chef der Nutzfahrzeug-Sparte, den ersten von zwei selbstfahrenden Lkw auf die Straßen. Beide Fahrzeuge des zur US-Tochter Daimler Trucks North America gehörenden Lkw-Herstellers Freightliner nutzen das Verkehrsnetz Nevadas jetzt regulär. Für die Sicherheit sorgt nicht mehr der Fahrer, sondern der Highway-Pilot: Ausgestattet mit Radarsensoren, Stereokameras und Assistenzsystemen steuert die Technik den Lkw und sorgt für den nötigen Abstand zu anderen Verkehrsteilnehmern. „Damit haben wir einen Meilenstein erreicht“, so Lkw-Chef Bernhard. Im vergangenen Sommer hatte Daimler bereits einen ersten selbstfahrenden Lkw mit Highway- Pilot in Deutschland präsentiert. Das Gefährt durfte aber nur auf einem abgesperrten Teilstück der A14 bei Magdeburg fahren. In Las Vegas kündigte Bernhard nun den nächsten Schritt für Deutschland an. „Wir wollen auch dort die Technik testen“, sagte er. Eine Sprecherin ergänzte: „Wir haben die Zulassung für Fahrten auf öffentlichen deutschen Straßen beantragt, denn auch hier soll es irgendwann autonome Lkw geben.“ Wann genau auch hierzulande solche Trucks fahren werden, ist noch offen. „Es bleibt unser Ziel, den Highway-Pilot Mitte des kommenden Jahrzehnts in Serienfahrzeugen anzubieten“, sagte Daimler Trucks-Manager Martin Daum.
Daimler
Robo-Trucks auf US-Highways
Lenken soll künftig auch für Brummifahrer zur Nebensache werden, ihre Trucks rollen bald autonom über die Autobahnen.